Monatsarchiv für July 2009

Nahrhaftes!

Clude 26. July 2009

Heute schreibe ich wieder mal etwas zu meinem Lieblingsthema - dem Essen :)

Dieses Wochenende habe ich 4x traditionell koreanisch gespiesen. Was meine ich damit? Bestimmt nicht Hundefleisch, nein sondern dass man auf dem Boden, beziehungsweise einem kleinen dünnen Kissen sitzt. Für mich war das aber eher unangenehm, da ich es absolut nicht gewohnt bin im Schneidersitz für eine längere Zeit zu sitzen. So war ich jedes Mal froh, wenn wir das Restaurant verlassen haben. Mir wurde, dann noch nahegelegt den Lotossitz auszuprobieren, weil der auch bequem sei.. Hierzu verweise ich auf Wikipedia. :)

Dennoch war das Essen meistens gut. Ich sage jetzt “meistens”, weil immer sehr viel Verschiedenes serviert wird. So findet man immer etwas das man gerne mag. Die Koreaner nennen die Nebengerichte übrigens 반찬 (Banchan). Davon kann man immer endlos nachbestellen.

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Unter anderem habe ich dieses Wochenende zum ersten Mal koreanisch gefrühstückt. Für mein Verständnis war es aber eher eine Art Brunch. Es wurde viel Fisch, Gemüse, Tofu und Reis serviert. Da ich Fisch nicht mag, haben sie extra für mich eine Art Schweinesuppe hergerichtet. Das koreanische Essen ist in seiner Fülle sehr lecker. Allerdings muss ich eingestehen, dass mir westliches Frühstück doch besser schmeckt. :)

Die Eishalle - der beste Ort um der Hitze zu entfliehen!

Clude 23. July 2009

Vor kurzem war ich wieder einmal skaten in der Eishalle. Da sich auf dem Campus der Korea University eine Eishalle befindet, habe ich zu Fuss nur cirka 15-20 Minuten um dahin zu gelangen. Wenn das Timing aber stimmt kann ich unten am Hügel einen Bus nehmen und muss nicht die ganze Strecke laufen. In dieser Eisbahn muss man keinen Helm tragen. Handschuhe sind aber nach wie vor obligatorisch. Geöffnet ist sie übrigens das ganze Jahr durch von 14-18 Uhr für freies Eislaufen. Jedoch ist man in seiner Bewegungstätigkeit eingeschränkt. Man darf nur in eine Richtung fahren. In der Mitte befinden sich die Eiskunstläufer, welche von den kleinen angehenden Eisschnellläufern umgeben sind. Und am Rand zwischen Bande und Torlinie befinden sich die Schulklassen. Letzten Samstag waren übrigens wohl etwa 300 Leute auf dem Feld. Ausser bei Meisterfeiern und in Korea sind sonst nie so viele Leute auf dem Eis.

Die zwei Bilder wurden an einem Wochentag geschossen. Da waren zum Glück nicht viele Läufer da.

<Digimax i6 PMP, Samsung #11 PMP> <Digimax i6 PMP, Samsung #11 PMP>

Gestern habe ich zudem noch zwei Freunde vom Korea University Eishockeyteam getroffen. Sie werden mich mit einer Leihausrüstung austatten damit ich bei ihnen mitspielen kann. Das heisst ich muss jetzt nur noch Stock, Glöggeler und die sonstigen Accessoires besorgen. Die Mitgliedsgebühr beträgt 50′000 Won im Monat. Ich glaube das ist durchaus vernünftig. 1x 2h Training und 1 Spiel in der Woche sind dann angesagt. Als Neumitglied kriege ich die ersten 3 Monate leider kein eigenes Jersey mit Nummer und Namen. Danach muss ich mir für 170′000 Won ein Heim- und Auswärtsjersey inklusive Heim- und Auswärtsstulpen besorgen.

Ich war allerdings erstaunt als mir Kjungsok, einer der Spieler, erzählt hat, dass ich der Jüngste im Team bin. Bisher war er mit 25 Jahren der Jüngste. Und in Korea ist es Brauch für einen Mann einen älteren Mann Hyong zu nennen (Das kommt mir sogar noch ein wenig entgegen, denn die koreanischen Namen sind mir immernoch fremd und ich habe Mühe mich an alle zu erinnern). :) So kann ich alle Teammitglieder mit Hyong ansprechen. Frauen nennen ältere Frauen hingegen Onni. Männer nennen ältere Frauen jedoch Nuna. Und soweit ich das richtig verstanden habe, nennt man die jüngeren Personen beim Namen. Achja und ältere Leute nennt man entweder Ajumma für Frauen oder Ajoshi für Männer. Allerdings hören ältere Frauen Ajumma nicht gerne, wenn sie nicht verheiratet sind. Deshalb ist es eventuell besser die Bedienung in Restaurants einfach Yogiyo zu nennen.

All you can eat

Clude 18. July 2009

Heute haben wir uns entschieden auf das Mittagessen zu verzichten um am Abend ein “all you can eat” Restaurant auszuprobieren. Wir begaben uns ins Fogo, ein brasilianisches Restaurant. Das liegt in der Nähe von der Subwaystation Sinsa und ist gut erreichbar.

Man kann dort eigentlich nur Getränke bestellen. Mit einem ausgedruckten Coupon aus dem Internet kann man sogar Bier à discretion oder ein Glas Sangria kriegen. Danach werden sofort kleine Nebengerichte aufgetischt. Jedoch nicht viel, da anschliessend die Kellner immer mit frisch gebratenem Fleisch vom Spiess vorbeikommen und einem so bedienen. Die Teller waren nur selten ohne Fleisch. Es gab unzählige Fleischsorten zur Auswahl. Das ganze hat jedoch etwa 27′000 Won gekostet. Das Restaurant ist aber allemal empfehlenswert als Ausgleich zur koreanischen Küche. Morgen werde ich aber wohl nicht so viel essen..

Die Sprachschule

Clude 17. July 2009

Ich besuche mittlerweile schon 2 Wochen den Koreanischunterricht. Jeden Tag 4 Stunden von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr am Mittag. Wir haben 2 verschiedene Lehrerinnen die sich jeweils die 4 Stunden untereinander aufteilen. Ich glaube es ist ihnen zu anstrengend uns 4 Stunden lang unterrichten zu müssen. :) Sie sind beide sehr nett. Die erste Lehrerin kann gut englisch und zu unserer Überraschung sogar noch deutsch. Die zweite Lehrerin spricht allerdings kaum ein Wort englisch. Daher sind ihre Erklärungen manchmal nicht ganz so einfach zu verstehen. Wir lernen jeden Tag sehr viel neuen Stoff, was zusätzliches repetieren unerlässlich macht, wenn man den Anschluss nicht verlieren will. Bis jetzt kann ich mich in koreanisch vorstellen und einfache Dinge fragen wie: Wohin gehst du? Was machst du? Was möchtest du bestellen? Wieviel kostet das? Wann hast du Geburtstag? usw… Natürlich kann ich auch all diese Fragen beantworten. Es macht mir ziemlich Spass und ich versuche auch immer das Gelernte später irgendwie anzuwenden.

Die Klasse ist auch super. Wir sind 12 Schüler, 7 Männer, 5 Frauen und setzen uns aus verschiedensten Nationen zusammen. 1 Chilene, 1 Saudi-Arabier, 1 Amerikaner, 1 Deutscher, 2 Japanerinnen, 1 Taiwanerin, 2 Chinesinnen und 2 Chinesen. Diese heterogene Zusammensetzung gewährleistet, dass jeder irgendwie Anschluss an die Klasse hat. So sind wir auch gestern zum ersten Mal zusammen Abendessen gegangen. Manuel, der Amerikaner, hat für uns in einem typischen koreanischen Restaurant reserviert.

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Man sitzt also am Boden. Ich fand das allerdings ziemlich unbequem. Als erstes zieht man also seine Schuhe am Eingang aus und stellt sie in ein Regal. Deshalb immer aufpassen, dass man keine stinkenden verlöcherten Socken trägt. ;) Wir haben danach Samgyupsal (Speckbarbecue, 삼겹살), Dwaeji galbi (Schweinefleischbarbecue, 돼지갈비) und Samgyetang (Poulet in Ginsengsuppe, 삼계탕) bestellt. Wie man auf dem Bild sieht, bekommt man auch unzählige Nebengerichte serviert. Alles in allem schmeckte das Essen super!

Danach sind wir noch ins Starbeer weitergezogen, eine Bar auf einer Terrasse, und haben uns dort ein bisschen in Kultur geübt. :)

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Supermärkte

Clude 13. July 2009

Heute war ich wieder mal Lebensmittel einkaufen. Ich musste mich erst erkunden wo hier der näheste grosse Supermarkt ist. Es hat viele kleine Läden, aber die führen keine grosse Produkteauswahl. Ich hab dann meine grosse Costco-Tasche genommen und bin in den Bus gestiegen. Ich habe mich natürlich vorher erkundigt wo dieser hinfährt. Busfahren ist hier gar nicht so einfach. Auf jedenfall bin ich auch nicht gleich bei der richtigen Station ausgestiegen, sodass ich ein Taxi für den Rest der Strecke nehmen musste. Das nächste mal weiss ich aber nun wo ich hin muss :)

Ich war im Homeplus. Daneben gibt es soweit ich weiss noch Lotte Mart und E-Mart. Die Supermärkte sind generell sehr lustig hier. Als erstes wird man vom Türsteher mit einer freundlichen Verbeugung begrüsst und muss dann für den Einkauf seinen Rucksack in ein Schliessfach wegsperren. Bei den Waren trifft man unzählige Verkäuferinnen, welche zum probieren einladen. Ich glaube es gibt kaum ein Produkt, das nicht umworben wird. Schaut man also etwas länger ein Produkt an, weil man es nur schlecht oder nicht lesen kann, kommt sofort ein Fräulein was natürlich etwas erzählt was man auch nicht versteht. :) Als ich dann so durch die Gänge schlenderte erklang plötzlich Musik in den Lautsprechern und die Verkäuferinnen standen alle stramm und klatschen alle gleichzeitig und tanzten ein klein wenig zu der Musik. Sie schauten jedoch ein bisschen unmotiviert aus. Irgendwie verständlich..

Neben den Lebensmitteln gibt es in den Supermärkten aber noch andere Stockwerke mit Elektronik, Kleidung und was es nicht sonst noch so alles gibt. Für den Rückweg ist wohl das Taxi die beste Wahl. Einerseits wusste ich nicht, welchen Bus ich nehmen sollte und andererseits kosten Taxis hier sowieso kaum etwas. Ich hab jetzt gerade mal 3′500 Won bezahlt. So war ich schnell zuhause und musste die schweren Taschen nicht schleppen. Und jetzt freue ich mich auf mein Pouletschnitzel mit Barilla Spaghetti mit Tomatensauce ;)

Regen

Clude 12. July 2009

Vor zwei oder drei Tagen hat es das erste Mal seit ich hier bin so richtig geregnet. Das war also wirklicher Monsunregen. Ich war bis zu den Knien durch und durch nass. Weshalb ich heute Flip Flops kaufen gehe. Dann kann man ruhig nass werden und es fühlt sich dann nicht so unangenehm an. Ich habe zwar eine Regenjacke mitgebracht, aber die kann ich schlecht tragen, da es immernoch zu warm dafür ist. Da ziehe ich das vom Regen genässte T-shirt dem Verschwitzten vor :)

Aber ich finde den Regen hier trotzdem schön. Heute regnet es wieder. Zum Glück ist der Regen aber nicht so heftig wie das letzte Mal.

Kuriose Toilettensitten in Korea

Clude 8. July 2009

Ich war ziemlich erstaunt, als der Vermieter des Oneroomtels mich beim Einzug darauf hingewiesen hat, dass Toilettenpapier nicht hintergespült werden darf. Als ich fragte, wo es denn sonst hin soll, meinte er in den Eimer. In Korea steckt man also tatsächlich das gebrauchte Toilettenpapier in einen Eimer neben der Toilette. Angeblich soll die Rohrvestopfungsgefahr der Grund dafür sein. Man könnte wohl gut die Abwischtechnik des Vorgängers erkennen, wärfe man einen genaueren Blick in den Eimer. ;) In meiner Unterkunft wird aber die Toilette glücklicherweise regelmässig gesäubert.

Ich habe mich dann gefragt, wo der Eimer anschliessend geleert wird? Vielleicht irgendwo in einen Container? Eine Antwort habe ich noch nicht. Aber vielleicht ist das der Grund für den Gestank der manchmal auf der Strasse auftritt? Aber es scheint niemanden zu stören und man gewöhnt sich auch ziemlich schnell daran.

Korea University

Clude 7. July 2009

Gestern habe ich den Korea University Campus mal ein bisschen genauer unter die Lupe genommen. Und ich muss zugeben, dass er riesig ist. Mit teils architektonisch beeindruckenden Gebäuden. Aufgrund der Grösse fährt sogar ein Bus von einem Ende zum andern. Alle Gebäude der Uni Bern auf einen Haufen geworfen wäre noch um einiges kleiner als der Campus hier. Unter anderem beherbergt er mehrere Gyms, Eishalle, Basketballstadion, Unterkünfte, Blumenladen, Bank, Optiker, Starbucks, Coiffeure, etc. Eigentlich müsste man zum Leben den Campus nie verlassen. Ich habe mir heute auch ein Abo für den Gym gelöst. Cirka 55 Franken für 2 Monate. Da kann man nichts sagen. Ausserdem kriegt man Sportbekleidung und Handtuch zur Verfügung gestellt. Da sich der Kraftraum überhalb des Basketballstadions befindet, welches sich auf einem Hügel befindet, hat man eine gute Aussicht über Seoul.

Tiger Dome

Aussicht vom Fitness Studio aus

Best Hotdog ever!

Clude 6. July 2009

Als ich in Anyang unterwegs war und gemütlich durch die Gassen schlenderte entdeckte ich diese Riesenschlange.

Als bekannter Gourmet konnte ich es natürlich nicht lassen auch zu probieren. Sowieso, dort wo viele Koreaner anstehen muss es ja wirklich gut schmecken. Der Hotdogstand nennt sich “Sso ja”. Dieser kleine feine Stand hat TV-Werbung gemacht.

Und so sah die Wurst dann aus!

Geschmeckt hat sie prima! :D

Ein Hoch auf unser Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer…

Clude 4. July 2009

Ja was gibts da zu sagen? Ich verstehe nicht warum die Leute hier Geld für Vergnügungspärke wie Everland oder Seoul-Land ausgeben, wenn man doch ganz einfach nur einen Bus in Gunpo-City oder sonstwo nehmen kann. Die Busfahrt verschafft einem sogar den höheren Adrenalinkick als Achterbahnen. Will man nicht umhergeschleudert werden muss man sich schon mit 2 Armen gut festhalten. Der Chauffeur geizt auch überhaupt nicht mit hupen. Eventuell will er damit die Passagiere auf das bevorstehende Blitzlicht aufmerksam machen, wenn er gleich noch bei Rot die Ampel überfährt? Jedenfalls dürfte die Regierung die Strassen noch ein wenig ausbessern. Dann wäre die Fahrt wohl einiges ruhiger. Trotzdem ist der Bus immernoch eine gute Alternative um schnell von A nach B zu gelangen. Und dank dem T-Money braucht man auch kein Kleingeld mitzuschleppen und kann einfach einsteigen, scannen, mitfahren, scannen und aussteigen.

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