Monatsarchiv für November 2009

Substitute driver

Clude 27. November 2009

Heute hab ich endlich mal was neues, mir bisher unbekanntes in der Vorlesung gelernt. Irgendwie ist der Professor vom Thema abgekommen und hat uns über Seoul’s substitute driver berichtet.

Dieses System ist ziemlich effizient in Seoul. In Korea ist es unter den Arbeitern üblich des öfteren nach der Arbeit noch zusammen zu trinken. Damit sie dann nicht betrunken nach Hause fahren, rufen sie den substitute driver Dienst. Innert 5 Minuten ist dann jemand zur Stelle, der einen nach Hause fährt. Diese substitute driver sind angeblich meist gescheiterte Business Leute, die ein Geschäft geführt hatten.

Subway Musik Seoul

Clude 23. November 2009

Diesen Eintrag möchte ich der netten Musik widmen, die immer in den Seouler Subways gespielt wird. Leider bleibt nie genug Zeit um das ganze Stück abzuspielen.

Hört doch mal rein :)

http://cfile265.uf.daum.net/media/1140D70C49A6C6B404FA09

Jeonju Trip

Clude 22. November 2009

Freitag und Samstag bin ich mit Korean National Tourism Organization nach Jeonju gefahren. Sie haben ausländische Studenten zum Trip eingeladen und ein spannendes Programm organisiert. Die Fahrt mit dem Bus dauert etwa 3h. Zuerst haben wir unser eigenes Bibimbab gemacht. Die Freude war aber kleiner als wir hörten, dass wir unser eigens zubereitetes Bibimbab auch essen müssen. :) Bibimbab ist Reis, gemischt mit verschiedenstem Gemüse. Das variiert nach Restaurant und Ortschaft.

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Danach lernten wir die Etiquette einer Teezeremonie (Dado). Das war schwieriger als ich es mir vorgestellt hatte. Anschliessend sind wir in die Sojubrauerei gegangen und haben unseren eigenen Soju hergestellt. Das Zeug hatte angeblich um die 60%. So hat es auch geschmeckt. ;)

Zum Abendessen gab es dann ein traditionelles koreanisches Set Menü. 30 verschiedene Gerichte wurden aufgetischt. Allerdings waren die ersten 15 Gerichte mehrheitlich Fisch so dass ich mich ein bisschen gedulden musste.

Danach sind wir den berühmten Makkoli (Reiswein)  kosten gegangen. Dies ermöglichte einen guten Schlummerschlaf im Hanok. Hanok sind die traditionellen Häuser. Geschlafen wurde auf dem Boden, welcher durch Ondol beheizt wird. Ondol beschreibt das Heizungssystem. Heisses Wasser beheizt den Boden und gibt ein gutes warmes Gefühl.

Den nächsten Tag haben wir koreanische traditionelle Papierwerke gestaltet. Gefolgt von der sogenannten Hangover-Suppe (Bean sprout soup).

Video von Korea und Japan

Clude 16. November 2009

Als mein Bruder hier war, hat er ein Video über Seoul und Tokyo gedreht. Es ist ein bisschen gross (+700mb). Trotzdem viel Spass beim anschauen :)

http://www.jamesclonk.ch/files/videos/korea.mp4

Pepero Day

Clude 15. November 2009

Letzten Mittwoch war Pepero Day in Korea. Wie ich von meinen koreanischen Freunden mitbekommen habe, ist dieser Tag für so manche Singles etwas frustrierend. Paare beschenken sich gegenseitig mit grossen Peperos. Das sind so Knusperstangen mit Schokoladenüberzug. Man kann sich aber auch auf freundschaftlicher Basis Peperos schenken, die sind dann jedoch etwas mickriger.

Wir haben an diesem Abend ein French-Meeting daraus gemacht. Koreaner, Franzosen, ein Belgier, eine Tahitianerin und ich haben uns in einem gemütlichen Restaurant getroffen, gegessen, diskutiert und Peperos getauscht und verspiesen. Es war ein ganz amüsanter Abend.

Hier ein paar Eindrücke:

Jimjilbang

Clude 14. November 2009

Gestern war ich zum ersten Mal in der koreanischen Sauna (Jimjilbang). Wir sind ins Dragonhill Spa gegangen. Es befindet sich gleich um die Ecke bei der Yongsan Station. Die ganze Anlage ist auf 7 Stockwerke verteilt. Neben Baderäumen und Saunas (getrennt nach Geschlechtern, weil man nackt badet), gibt es Ruheräume, BBQ Restaurant, Cafeteria, Playstations, Computerraum, Kinosaal, Massageräume und vieles mehr. Für die gemischten Zonen wird man mit Hose und T-Shirt ausgestattet. Die Anlage ist 24h am Tag geöffnet, sodass die Koreaner üblicherweise dort schlafen. Man kann dort wirklich gut ausspannen.

Die Zeit geht so schnell vorbei..

Clude 10. November 2009

Letzten Sonntag hab ich mir mal Gedanken über meinen Aufenthalt bisher gemacht. Ich habe Ausflüge nach Jeju, Pusan, Samchuk und Tokyo unternommen und konnte einiges sehen und erleben. Auch in Seoul bin ich viel rumgekommen. Es gibt allerdings noch immer noch zuviele Sachen, die ich sehen möchte. Auch würde ich gerne noch einmal Seoul verlassen und tiefer ins Landesinnere gehen wie zum Beispiel Sok’cho, Gwangju, Daejon, Daegu oder sonstwo. Jirisan oder Seoroksan fallen leider schon weg, da ich nicht ausgerüstet bin um einen Berg im Spätherbst zu erklimmen. Ich könnte ja die Kleidung besorgen. Aber mein Koffer wird ohnehin schon die Gewichtslimite der Airline überschreiten.

Genau heute in 6 Wochen werde ich meinen Rückflug antreten. Da bleibt nicht mehr viel Zeit übrig. Vor allem, wenn ich bedenke, dass noch 2 Gruppenprojekte in den nächsten 2 Wochen fertig gestellt werden müssen. Danach kann ichs etwa noch eine Woche wieder geniessen. Während diesem Wochenende plane ich wieder einen Ausflug. Schliesslich sollte ich dann anfangen für die Schlussprüfungen zu lernen und werde wohl wie die Einheimischen mich meist in der Bibliothek aufhalten.

Es gibt noch soviel das ich nicht getan habe:

  • Namsan inklusive Seoul Tower
  • Schifffahrt auf Hangang
  • Everland
  • Jimjilbang (koreanische Sauna)
  • Tagesausflug nach Incheon
  • 63 Building Aussichtsplattform
  • Pferderennen
  • Anderen Ort besuchen
  • Hot Springs
  • Eine der Women Universities besuchen ;)
  • Mehr koreanische Filme schauen (z.b. Haeundae)
  • In Gangnam/Apgujeong area ausgehen
  • Shopping in Mokdong wo angeblich Markenkleidung mit 70% Rabatt angeboten wird. Ich war mal dort aber habe den Markt nicht gefunden, weil die Subwaystation viel zu gross war.
  • Dragonhill Spa in Yongsan
  • Seoul World
  • Aquarium in Coex Mall
  • und und und…

Ich hoffe wenigstens die mir wichtigsten Dinge erledigen zu können in den nächsten 6 Wochen. Nach der letzten Prüfung habe ich dann ja noch 5 Tage Zeit. :)

Grippewelle

Clude 5. November 2009

Hier in Seoul scheint die Grippe auszubrechen. Erschwerend kamen die 3 extrem kalten Tage mit Temperaturen unter 0°C anfangs Woche hinzu, wo sich viele Leute, auch ich, erkältet haben. Ich beschliess deshalb vorsichtshalber zum Arzt zu gehen. Dies läuft in Korea folgendermassen ab.

  1. Man geht direkt ins Spital, wo man sich dann sowas wie eine Membershipkarte machen lässt. Dann zahlt man cirka 16′000Won und wird mit einem Beleg für die Untersuchung irgendwo hingeschickt.
  2. Im Grippe/Erkältungsfall sind sie notfallmässig ausgestattet. Direkt vor dem Eingang stehen Zelte wo man dann erstmal den Arzt besucht. Es wird aber keine Untersuchung durchgeführt. Ich klagte lediglich über meine Beschwerden. Dann wurde die Temperatur gemessen und mir wurden verschiedene Medikamente (auch Tamiflu) verschrieben.
  3. Danach wurde ich zu einem weiteren Posten geleitet. Dort bezahlte ich 200′000Won für den H1N1 Test. Mit dem Beleg begab ich mich in die Warteschlange für den Test. Das Resultat des Testes werde ich wohl 2-3Tage später erfahren.
  4. Zuletzt musste ich dann in die Apotheke gehen um mir die Medikamente zu besorgen.

Die Medikamente befinden sich jedoch nicht in einer gewöhnlichen Verpackung wie es in der Schweiz üblich ist. Sie werden rationenmässig nach Morgen, Mittag und Abend abgefüllt. Verpackungsbeilagen mit Nebenwirkungserläuterung und Erklärung zur Einnahme oder gar dem Namen des Medikamentes gibt es nicht. Es bleibt nichts anderes übrig als den Apothekern zu vertrauen.

Tigris - Torpedos, PC Bang

Clude 1. November 2009

Gestern hatte ich seit langem wieder einmal einen Ernstkampf zu bestreiten. Wir hatten ein Auswärtsspiel irgendwo im nirgendwo cirka 30min Autofahrt von KU entfernt. Wir sind gut gestartet und mit 3-0 in Führung gegangen. Das Blatt hat sich mit der Zeit aber gewendet und wir haben schliesslich 10-5 verloren.

Wie üblich haben wir uns direkt neben dem Eisfeld auf der Spielerbank angezogen. Normalerweise können wir nach dem Training duschen in der Korea Uni Eishalle. Hier jedoch, da gabs keine Garderoben. Keine einzige. Gibts denn sowas?

So sind wir dann mit markantem Körpergeruch nach Hause gefahren und haben uns mit Fried Chicken verpflegt. Schliesslich war dann etwa 2 Uhr Nachts (Das Spiel fand von 22-24 Uhr statt). So sind wir dann zuletzt zu fünft noch ins PC Bang gezogen. PC Bang ist die koreanische Variante von Internet Cafés. Zuerst spielten wir Starcraft. Dieses Spiel ist hier berühmt und wird quasi 24h pro Tag am TV übertragen. So war es auch kein Zufall, dass die anderen viel besser als ich waren. :) Anschliessend haben wir noch AVA, ein Shooterspiel à la Counter-Strike bis um 5 Uhr Morgens gespielt. Als wir das PC Bang verliessen, waren noch etliche Zocker am Werk. Seoul schläft nie.