Archiv für das Tag 'Transport'

Subway Musik Seoul

Clude 23. November 2009

Diesen Eintrag möchte ich der netten Musik widmen, die immer in den Seouler Subways gespielt wird. Leider bleibt nie genug Zeit um das ganze Stück abzuspielen.

Hört doch mal rein :)

http://cfile265.uf.daum.net/media/1140D70C49A6C6B404FA09

Was alles so anders ist

Clude 16. September 2009

Ich bin jetzt schon 2.5 Monate in Seoul und vieles ist bereits ganz normal für mich geworden. Ich muss nicht mehr alle 100m stehen bleiben und über irgendetwas staunen. Mein Bruder, der seit Dienstag hier ist, machte mich aber auf genau solche Unterschiede zur Schweiz wieder aufmerksam.

  • Töfffahrer verhalten sich hier wie Fussgänger. Sie tragen meist auch keine Helme und warten bei rot neben den Fussgängern und überqueren genau wie wir bei grün die Strasse. Fahren sie dann mal auf der Strasse scheinen Ampeln keine grosse Bedeutung zu haben.
  • Kirchen: Es hat hier unzählige Kirchen. Ich blieb einmal nachts stehen und hab die Kreuze an den Häusern gezählt. Ich konnte 7 Stück sehen. Von meinem Zimmer aus sehe ich auch ein Kirchenkreuz. Am Morgen, nachdem ich aufstehe, höre ich immer jemanden aus dieser Richtung schreien. Mein Koreanisch ist leider noch nicht gut genug um es zu verstehen.
  • Nebst den vielen Kirchen laufen in Myeong-Dong auch Typen mit dem Megaphon rum und versuchen die Leute zum Christentum zu bewegen. Dabei sprechen sie nicht nur Koreanisch.
  • “Ja” heisst auf Koreanisch “ne” und “nein” heisst auf Koreanisch “anieyo”. Ziemlich verwirrend nicht wahr?
  • Geht man in ein Restaurant essen, so werden etliche Nebengerichte serviert. Diese werden unter den Gästen geteilt. Jeder bedient sich direkt von diesen Tellern. Sobald sie leer sind, werden sie vom Personal wieder aufgefüllt.
  • Ein Durchgang bei der Waschmaschine dauert hier standardmässig etwa 1h 40min.
  • An jeder Ecke kriegt man hier Icecream serviert. Da kann ein Schleckmaul wie ich kaum widerstehen :)

Mehr fällt mir im Moment grad nicht mehr ein. Mein Bruder wird mich aber bestimmt auf weitere Unterschiede aufmerksam machen.

Pusan Ausflug

Clude 17. August 2009

Letztes Wochenende habe ich es endlich mal geschafft der Grosstadt Seoul zu entfliehen um in die etwas kleinere Stadt Pusan zu gehen. In Busan leben um die 4 Millionen Einwohner. Das Meer und die Berge lassen Pusan jedoch gefühlsmässig kleiner und umschaulicher erscheinen als es Seoul ist. In Pusan haben uns Freunde einer meiner Reisebegleiterinnen am Bahnhof abgeholt und uns die Stadt bei Nacht gezeigt. Nachdem wir Samgyeopsal gegessen haben, sind wir in unser Motel an Strandlage weitergezogen. Das Hotel hatte allen Komfort, den ich mir nur wünschen konnte. Das Zimmer war wohl 5x so gross im Vergleich zu meinem Zimmerchen in Seoul. :)

Samgyeopsal (삼겹살):

Am nächsten  Tag haben wirden  Haedong Yongugungsa Tempel besucht. Dieser buddhistischer Tempel liegt auf einem Felsen an der Küste.

Haedong Yongugungsa Tempel:

Danach sind wir an den berühmtesten Strand in Korea gefahren - Haeundae (해운대). Dabei musste ich feststellen, dass Koreaner wirklich keine Bräune mögen. Die meisten sind mit T-shirt, kurz oder langarm geschwommen. Einige haben zudem Hüte getragen oder das Gesicht mit soviel 50+ Schutzfaktor Sonnencreme eingeschmiert so dass sie total weiss waren. Wie dem auch sei - die Wellen waren recht stark, so dass es ziemlich Spass gemacht hat.

Am Abend sind wir dann noch ins Norebang gegangen. Das ist ein Raum für die ganze Gruppe, wo wir ungestört singen konnten. Die Koreaner konnten allesamt einigermassen gut singen. Ich muss noch ein wenig mehr üben für das nächste mal :)

Norebang:

Sonntag Morgen sind wir zum berühmten Jagalchi Fischmarkt gegangen. Es hatte wirklich unmengen an Fisch. Allerdings war der Geruch für nicht Fischesser nicht gerade allzu angenehm. :)

Danach besuchten wir noch den Geumgang Park, wo wir in einer Gondelbahn die Aussicht über Pusan geniessen konnten. Auf dem Berg haben wir allerdings keinen guten Aussichtspunkt über die Stadt gefunden. Nach einer kleinen Shoppingtour durch Downtown sind wir dann wieder mit dem KTX Schnellzug nach Seoul zurückgefahren. Die Fahrt hat rund 3 Stunden gedauert.

Die Eishalle - der beste Ort um der Hitze zu entfliehen!

Clude 23. July 2009

Vor kurzem war ich wieder einmal skaten in der Eishalle. Da sich auf dem Campus der Korea University eine Eishalle befindet, habe ich zu Fuss nur cirka 15-20 Minuten um dahin zu gelangen. Wenn das Timing aber stimmt kann ich unten am Hügel einen Bus nehmen und muss nicht die ganze Strecke laufen. In dieser Eisbahn muss man keinen Helm tragen. Handschuhe sind aber nach wie vor obligatorisch. Geöffnet ist sie übrigens das ganze Jahr durch von 14-18 Uhr für freies Eislaufen. Jedoch ist man in seiner Bewegungstätigkeit eingeschränkt. Man darf nur in eine Richtung fahren. In der Mitte befinden sich die Eiskunstläufer, welche von den kleinen angehenden Eisschnellläufern umgeben sind. Und am Rand zwischen Bande und Torlinie befinden sich die Schulklassen. Letzten Samstag waren übrigens wohl etwa 300 Leute auf dem Feld. Ausser bei Meisterfeiern und in Korea sind sonst nie so viele Leute auf dem Eis.

Die zwei Bilder wurden an einem Wochentag geschossen. Da waren zum Glück nicht viele Läufer da.

<Digimax i6 PMP, Samsung #11 PMP> <Digimax i6 PMP, Samsung #11 PMP>

Gestern habe ich zudem noch zwei Freunde vom Korea University Eishockeyteam getroffen. Sie werden mich mit einer Leihausrüstung austatten damit ich bei ihnen mitspielen kann. Das heisst ich muss jetzt nur noch Stock, Glöggeler und die sonstigen Accessoires besorgen. Die Mitgliedsgebühr beträgt 50′000 Won im Monat. Ich glaube das ist durchaus vernünftig. 1x 2h Training und 1 Spiel in der Woche sind dann angesagt. Als Neumitglied kriege ich die ersten 3 Monate leider kein eigenes Jersey mit Nummer und Namen. Danach muss ich mir für 170′000 Won ein Heim- und Auswärtsjersey inklusive Heim- und Auswärtsstulpen besorgen.

Ich war allerdings erstaunt als mir Kjungsok, einer der Spieler, erzählt hat, dass ich der Jüngste im Team bin. Bisher war er mit 25 Jahren der Jüngste. Und in Korea ist es Brauch für einen Mann einen älteren Mann Hyong zu nennen (Das kommt mir sogar noch ein wenig entgegen, denn die koreanischen Namen sind mir immernoch fremd und ich habe Mühe mich an alle zu erinnern). :) So kann ich alle Teammitglieder mit Hyong ansprechen. Frauen nennen ältere Frauen hingegen Onni. Männer nennen ältere Frauen jedoch Nuna. Und soweit ich das richtig verstanden habe, nennt man die jüngeren Personen beim Namen. Achja und ältere Leute nennt man entweder Ajumma für Frauen oder Ajoshi für Männer. Allerdings hören ältere Frauen Ajumma nicht gerne, wenn sie nicht verheiratet sind. Deshalb ist es eventuell besser die Bedienung in Restaurants einfach Yogiyo zu nennen.

Supermärkte

Clude 13. July 2009

Heute war ich wieder mal Lebensmittel einkaufen. Ich musste mich erst erkunden wo hier der näheste grosse Supermarkt ist. Es hat viele kleine Läden, aber die führen keine grosse Produkteauswahl. Ich hab dann meine grosse Costco-Tasche genommen und bin in den Bus gestiegen. Ich habe mich natürlich vorher erkundigt wo dieser hinfährt. Busfahren ist hier gar nicht so einfach. Auf jedenfall bin ich auch nicht gleich bei der richtigen Station ausgestiegen, sodass ich ein Taxi für den Rest der Strecke nehmen musste. Das nächste mal weiss ich aber nun wo ich hin muss :)

Ich war im Homeplus. Daneben gibt es soweit ich weiss noch Lotte Mart und E-Mart. Die Supermärkte sind generell sehr lustig hier. Als erstes wird man vom Türsteher mit einer freundlichen Verbeugung begrüsst und muss dann für den Einkauf seinen Rucksack in ein Schliessfach wegsperren. Bei den Waren trifft man unzählige Verkäuferinnen, welche zum probieren einladen. Ich glaube es gibt kaum ein Produkt, das nicht umworben wird. Schaut man also etwas länger ein Produkt an, weil man es nur schlecht oder nicht lesen kann, kommt sofort ein Fräulein was natürlich etwas erzählt was man auch nicht versteht. :) Als ich dann so durch die Gänge schlenderte erklang plötzlich Musik in den Lautsprechern und die Verkäuferinnen standen alle stramm und klatschen alle gleichzeitig und tanzten ein klein wenig zu der Musik. Sie schauten jedoch ein bisschen unmotiviert aus. Irgendwie verständlich..

Neben den Lebensmitteln gibt es in den Supermärkten aber noch andere Stockwerke mit Elektronik, Kleidung und was es nicht sonst noch so alles gibt. Für den Rückweg ist wohl das Taxi die beste Wahl. Einerseits wusste ich nicht, welchen Bus ich nehmen sollte und andererseits kosten Taxis hier sowieso kaum etwas. Ich hab jetzt gerade mal 3′500 Won bezahlt. So war ich schnell zuhause und musste die schweren Taschen nicht schleppen. Und jetzt freue ich mich auf mein Pouletschnitzel mit Barilla Spaghetti mit Tomatensauce ;)

Ein Hoch auf unser Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer…

Clude 4. July 2009

Ja was gibts da zu sagen? Ich verstehe nicht warum die Leute hier Geld für Vergnügungspärke wie Everland oder Seoul-Land ausgeben, wenn man doch ganz einfach nur einen Bus in Gunpo-City oder sonstwo nehmen kann. Die Busfahrt verschafft einem sogar den höheren Adrenalinkick als Achterbahnen. Will man nicht umhergeschleudert werden muss man sich schon mit 2 Armen gut festhalten. Der Chauffeur geizt auch überhaupt nicht mit hupen. Eventuell will er damit die Passagiere auf das bevorstehende Blitzlicht aufmerksam machen, wenn er gleich noch bei Rot die Ampel überfährt? Jedenfalls dürfte die Regierung die Strassen noch ein wenig ausbessern. Dann wäre die Fahrt wohl einiges ruhiger. Trotzdem ist der Bus immernoch eine gute Alternative um schnell von A nach B zu gelangen. Und dank dem T-Money braucht man auch kein Kleingeld mitzuschleppen und kann einfach einsteigen, scannen, mitfahren, scannen und aussteigen.